Förderverein Jüdisches Zentrum

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Lag BaOmer und Schawuot

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. Juni 2016 um 10:56 Uhr Geschrieben von: Susanne Levi-Schlesier Dienstag, den 17. April 2012 um 10:20 Uhr

Mit dem zweiten Tag Pessach beginnt die Omerzeit. Ab diesem Datum zählen wir 49 Tage lang die Omergarben – ursprünglich eine Maßeinheit für Getreide, das in Israel in dieser Zeit geerntet wurde. Über die Jahrhunderte jüdischer Geschichte jedoch änderte sich die Bedeutung des Omerzählens, und erst recht seit Beginn des Galut (der Diaspora) trat die landwirtschaftliche Bedeutung in den Hintergrund. In der religiösen Tradition ist die Omerzeit heute eine Trauerperiode. Nach dem Talmud starben in ihr zehntausende Schüler des Rabbi Akiba, der eine führende Rolle im Bar-Kochba-Aufstand in der Zeit des römischen Kaisers Hadrian spielte. Auch im G’ttesdienst spiegelt sich das Motiv der Trauer in zusätzlichen Gebeten, die an die jüdischen Opfer der Kreuzzüge von 1096 und 1146 d.Z. erinnern.
Ausgenommen von dieser Trauerzeit ist der 33. Tag des Omerzählens – auf Hebräisch Lag BaOmer. An diesem Tag, dem 18. Ijar / in diesem Jahr dem 26.Mai endete die Seuche, die die Schüler Rabbi Akibas sterben ließ. Die Trauerzeit ist für einen Tag unterbrochen.

Am Ende der siebenwöchigen Omerzeit steht am 6. und 7. Siwan / 12. und 13. Juni das Wochenfest Schawuot. Auch dies war früher ein landwirtschaftliches Fest, da an ihm im Tempel in Jerusalem Brote geopfert wurden, die aus der ersten Ernte des Jahres gebacken waren. Heute jedoch steht wiederum die histörisch-religiöse Bedeutung im Vordergrund. Zu diesem Zeitpunkt wurden nach der Überlieferung den Bnei Israel die Zehn Gebote gegeben – der erste umfassend formulierte Sittenkodex der Menschheit. Auf der Anerkennung dieser Gebote fußt der Bund des Ewigen mit dem Volk Israel. Seltsamerweise jedoch gibt es kaum feste Rituale, und der G’ttesdienst unterscheidet sich nur minimal von dem an anderen Tagen. Dennoch gibt es ein paar Traditionen, wie zum Beispiel den Verzehr von Milchigem. Auch ist es Tradition, die Nacht vor Schawuot zu wachen und gemeinsam zu lernen, in Gedenken an die Juden, die die Nacht am Berg Sinai ausharrten.

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 09:11 Uhr Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 28. April 2011 um 13:49 Uhr

Die Göttinger Synagoge

goettinger-syn 70 Jahre nach der Zerstörung der Göttinger Synagoge in der Reichspogromnacht 1938, wurde die neue Synagoge der wiedererstandenen Jüdischen Gemeinde Göttingen am 9. November 2008 eingeweiht. Nach einem Festakt in der Aula der Universität trugen Mitglieder der Gemeinde die Thorarollen unter einem Baldachin vom Mahnmal am Standort der von den Nationalsozialisten geschändeten ehemaligen Synagoge zu ihrem neuen Gotteshaus in der Angerstraße. Eigentlich handelte es sich um eine „Wiedereinweihung“ und zweite Weihe, denn die neue Göttinger Synagoge kann bereits auf eine lange, stolze Geschichte als Landsynagoge in Bodenfelde an der Weser zurückblicken. Neben dem Jüdischen Zentrum am Wall war die Translozierung der Bodenfelder Synagoge nach Göttingen zentrale Aufgabe des Fördervereins.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 09:23 Uhr Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 28. April 2011 um 14:30 Uhr

Neues Leben in Yemin Orde

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Aus der Mitte einer Grünfläche ragen noch die verkohlten Überbleibsel der Bäume, die dem großen Carmel-Feuer im Dezember 2010 zum Opfer fielen. Die stummen Zeugen der Brand-Katastrophe sind in dem Jugenddorf Yemin Orde noch überall präsent, aber mit dem neuen Grün, das sich Weg gebahnt hat, werden die Folgen des Feuers langsam zurückgedrängt.

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